Absturz Flugzeug

Am Samstagmittag wurden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Moosburg, der Feuerwehr Mauern und weiteren Rettungskräften (siehe Auflistung) zu einem Flugzeugabsturz auf das Moosburger Kleinflugfeld alarmiert.

Nach erster Lageerkundung wurde festgestellt, dass das Flugzeug nicht im Bereich der Landebahn abgestürzt ist, sondern sich ca. 200 m vor der Bahn in einem uneinsichtigen und verwachsenen Waldgebiet befand. Sofort wurden mehrere Trupps der Feuerwehr Moosburg sowie eine Delegation des Rettungsdienstes ausgerüstet mit tragbaren Rettungsgeräten wie Akkuspreizer und Kleinlöschgeräten sowie Sanitätsrucksack in das Suchgebiet entsandt, um die abgestürzte Maschine zu finden.

Ein über dem Gebiet befindlicher Hubschrauber konnte den Rettungskräften eine grobe Wegbeschreibung zum Unfallort deuten, wodurch die Suche im widrigen Gelände und den Vegetationsbedingungen erleichterte.


Nach Auffinden der Maschine wurde sofort mit der Rettung eines Insassen begonnen, dieser wurde von der Feuerwehr Moosburg mittels schweren Rettungsgerät aus dem Flugzeugwrack befreit, da ein Bein in der völlig deformierten Karosse eingeklemmt war. Nachdem die Klemmung gelöst wurde, konnte der Patient mittels Spineboard und vereinten Kräften von Rettungsdienst und Feuerwehr zu Boden gebracht werden, wo umgehend weiterführende Reanimationsmaßnahmen eingeleitet wurden. Trotz allen Bemühungen des anwesenden Notarztes, des Rettungsdienstes und der Feuerwehr blieb die Reanimation erfolglos, da die Verletzungen zu schwer waren.


Parallel zu den Maßnahmen am Flugzeugwrack wurden durch ortsansässige Firmen mit geländetauglichen Radladern eine breite Schneise zum Unfallort geschaffen, wodurch ein Materialtransport sowie ein optimaler Patiententransport ermöglicht wurde. Die zweite Person im Flugzeugwrack wurde im Anschluss ebenfalls von der Feuerwehr Moosburg post mortem geborgen.

Nachdem diese Maßnahmen beendet waren, konnten eine Reduzierung der Einsatzstelle vorgenommen werden. Seitens der Freiwilligen Feuerwehr Moosburg verblieben noch MO 12/1 und MO 40/1 vor Ort. Diese stellten durchgängig den Brandschutz sicher und unterstützten die weiteren Maßnahmen vor Ort. Schlussendliche Aufgabe der Feuerwehr war es noch den Tank der Unfallmaschine mittels Handmembranpumpe abzusaugen.

Nach rund sieben Stunden konnte die Feuerwehr Moosburg den Einsatz beenden und wieder im Gerätehaus einrücken.


Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei allen eingesetzten Kräften für die hervorragende und einwandfreie Zusammenarbeit bedanken. Ein besonderer Dank geht auch an unsere Freunde vom Fliegerclub Moosburg, die uns sowohl Ihre Örtlichkeiten, als auch kostenfreie Getränke und Snacks zur Verfügung gestellt haben.


Einsatzart Technische Hilfeleistung
Alarmierung Funkmeldeempfänger
Einsatzstart 19. September 2020 12:06
Mannschaftstärke 26
Einsatzdauer 7 Stunden
Fahrzeuge ELW 1
TLF 24/50
LF 16/12
LF 16/12
RW
Alarmierte Einheiten FF Moosburg
FF Mauern
FS Land 1 - 4/2 - 4 - 1/5
Fach KBM PSNV-E
FüGK + Pressesprecher LRA Freising
Rettungsdienst
Polizei
THW